Forschung Naturjodel
Weltweit kennen viele Naturvölker eine Art Jodel als musikalische Ausdrucksform. Beispielsweise die Pygmäen aus Zentral- und Südafrika sowie die "Joiks" der Samen aus der Polarregion Lapplands, welche Menschen, Tiere und Naturphänomene besingen. Ebenfalls indigene Völker aus Südamerika (Anden), Asien (Mongolei) und weitere Völker haben ihre Art zu jodeln.
Die Entstehung des Naturjodels
Über die Entstehung des Naturjodels kursieren in der Schweiz unterschiedliche Hypothesen:
Die Kommunikations-Hypothese
Diese Theorie besagt, dass die Älpler durch das Jodeln über weite Distanzen miteinander kommunizieren konnten und durch verschiedene Melodien Botschaften übermittelten.
Die Hirten-Hypothese
Eine Hypothese besagt, dass die Älpler durch Jodelrufe ihr Vieh anlockten. Die Hirten erhofften sich ausserdem, dass sie ihre Kühe mithilfe ihrer Jodelmelodien dazu bewegen könnten ihre Milchleistung zu steigern.
Die Sehnsuchts-Hypothese
Die Sehnsuchts-Hypothese vertritt den Standpunkt, dass die Älpler aus Einsamkeit und Sehnsucht nach ihren Frauen, begannen Frauenstimmen zu imitieren. Um eine Illusion der Frau in sich selbst zu erschaffen.
Die Echo-Hypothese
Die Echo-Hypothes erklärt die Entstehung des Jodelns, mit der Entdeckung des den Jauchzer verlängernden Echos.
Die Muni-Hypothese
Diese Theorie geht davon aus, dass der Jodelnde versuchte durch Rufe auf sich aufmerksam zu machen und damit seine Konkurrenten zu übertrumpfen.
Abbildungs-Hypothese
Der Jodelnde versucht die Struktur der Alpen lautmalerisch wiederzugeben.